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Donnerstag, 14. Juni 2012

The Boys are back in Town: "Men in Black 3" Rezension

©Images: Sony Pictures USA
Zehn Jahre sind vergangen, seit Barry Sonnenfeld (Regie) seine Agenten J (Will Smith) und K (Tommy Lee Jones) zuletzt auf die Jagd nach renitenten Aliens schickte. Aber jetzt sind die Men in Black mit dem Blitzdingsbums, den Sonnenbrillen und den coolen Waffen zurück. Und wie zuvor geht es auch diesmal darum, ein besonders fieses Exemplar der außerirdischen Art aus dem Verkehr zu ziehen, denn die Existenz der gesamten Menschheit ist bedroht - wieder einmal. Allerdings wartet auf Agent J eine ganz besondere Herausforderung, die sich ausgerechnet mit einem Schmacht auf Schokoladenmilch ankündigt.

Fast ist es ein ganz normaler Tag in New York City. Ein Raumschiff ist mitten in der Stadt gelandet und die neugierigen Passanten werden von Agent J geblitzdingst, damit sie sich nicht an den Vorfall erinnern. In der Zentrale der MIB wird des verstorbenen Agenten Z gedacht und seine Nachfolgerin Agent O (Emma Thompson) übernimmt die Amtsgeschäfte. Für J (Jay) und seinen Partner könnte alles wie gehabt weiterlaufen, wenn da nicht plötzlich diese Sache mit der Schokoladenmilch wäre und obendrein ist K (Kay) wie vom Erdboden verschluckt und niemand in der Zentrale hat je von ihm gehört - bis auf Agent O. Sie ist es auch, die eine Erklärung für alles hat: J war dem Einfluss einer Zeitmaschine ausgesetzt, jemand ist vierzig Jahre in die Vergangenheit gereist und hat Jays Partner ermordet.

Für diese Schandtat gibt es auch sofort einen Verdächtigen. Boris (Jemaine Clement) ist jüngst aus einem Gefängnis auf dem Mond geflohen und will sich nun an K rächen, der ihn vor 40 Jahren festnahm. Agent K hatte sich damals um die Sicherheit der Erde verdient gemacht, indem er einen Schutzschirm installierte, der die Menschheit vor der Auslöschung durch Boris' bösartige Spezies bewahren sollte.
Jetzt ist K tot, der Schirm existierte nie und die fiesen Aliens machen sich bereit, die Erde in Klump zu hauen. Doch es gibt eine Möglichkeit, alles ungeschehen zu machen. Dafür muss Agent Jay ins Jahr 1969 reisen, den fiesen Boris ausschalten und den jungen Agenten Kay zur Kooperation bewegen. Keine leichte Aufgabe für den smarten Man in Black.





In Hollywood gibt es eine einfache Regel: Ist ein Film ein Hit an der Kinokasse, muss eine Forstsetzung her. Oft halten solche Fortsetzungen nicht, was sie versprechen. Dies gilt aber nicht für die MIB-Serie. Dank einem engagierten Team vor und hinter der Kamera, dem man den Spaß an der Arbeit in jeder Szene anmerkt, und dank Frank, dem coolen Mops - der übrigens besser im Gedächtnis blieb als Lara Flynn Boyle, die ein ganz böses Alien im Körper eines Victorias-Secret-Models spielte, konnte der zweite Teil mühelos an den Erfolg anknüpfen und auch der dritte Teil kann mit seinen Vorgängern durchaus mithalten. 

Kaum hört man die bekannte schräge Titelmelodie von Danny Elfman, ist man auch schon mittendrin im abgedrehten Universum der Men in Black - und diesmal sogar in 3D. Allerdings sind außer den Agenten J und K eigentlich nur noch die Wurmjungs mit von der Partie. Frank, der Mops mit den lockeren Sprüchen, ist nur noch als übergroßes Porträt in Jays Apartment zu sehen und Z hat man ins Jenseits befördert.
Emma Thompson, als Agent O, ist jedoch ein würdiger Ersatz, auch wenn ihre Rolle nicht besonders groß ist. Josh Brolin als junger Agent K macht seine Sache ausgezeichnet. Er bringt die lakonische Art, mit der Tommy Lee Jones die Rolle anlegt, voll auf den Punkt.

Ein wahrer Augenschmaus ist der retro-futuristische Look der MIB Zentrale des Jahres 1969. Besonders die, von Rick Baker entworfenen, außerirdischen Kreaturen, die an alte SciFi-Filme erinnern, machen richtig Spaß.

Und somit erfüllt die, von Barry Sonnenfeld mit leichter Hand inszenierte, Action-Komödie alle Vorausetzungen für einen vergnüglichen Kinobesuch.

©Myra Çakan

Actionkomödie, USA 2012, Regie: Barry Sonnenfeld

Kommentare:

Doktorsblog hat gesagt…

Oh! Ok! Hätte ich so positiv nicht erwartet. Dann muss ich mal rein da, die Tage!

Myra Çakan hat gesagt…

naja, die Story ist nicht besonders gehaltvoll. Aber wer das bei MIB erwartet ist eh im falschen Film.