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Samstag, 5. März 2011

Telstar - der Beginn eines neuen Zeitalters



Am 10. Juli 1962 wurde der Satellit Telstar 1 von Cape Canaveral aus mit einer Rakete vom Typ Delta DM-19 ins All geschossen. Noch im selben Monat wurde die erste Live-Fernsehsendung zwischen Europa und den USA übertragen. Da Telstar 1 keine geostationäre Umlaufbahn hatte, sondern auf einer stark elliptischen Bahn von 957 × 5600 Kilometer Höhe kreiste, konnte die Verbindung nicht länger als 10 Minuten aufrechterhalten werden. Um eine kontinuierliche Übertragung zu gewährleisten, war eine Konstellation aus zahlreichen Telstar-Satelliten geplant. Dieser Plan wurde nicht verwirklicht, da geostationäre Kommunikationssatelliten als vorteilhafter angesehen wurden.

Der kugelförmige und drallstabilisierte Telstar 1 wog 77,2 Kilogramm, hatte einen Durchmesser von 88 Zentimetern. An seinem Äquator war eine zweireihige Anordnung von Antennenelementen, eine weitere ringförmige Antenne an einem der Pole angebracht. Damit waren außer Fernsehübertragungen 600 einseitige oder 60 zweiseitige Telefonverbindungen möglich. Der Satellit wurde durch die Partikelwolke des US-amerikanischen außeratmosphärischen Atombombenversuchs mit dem Codenamen Starfish Prime beschädigt und fiel nach vier Monaten vorzeitig aus. Anfang Januar 1963 gelang es, den Satelliten wieder in Betrieb zu nehmen, bis er am 21. Februar 1963 endgültig funktionsunfähig wurde.

Die Begeisterung über den ersten Telstar-Satelliten war so groß, dass Joe Meek ein gleichnamiges Instrumentalstück komponierte, das die Band The Tornados einspielte. Der Erfolg dieses Stückes war so durchschlagend, dass es den Tornados als erster britischen Band gelang, einen Nummer-Eins-Hit in den USA zu landen.


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